Aufruf an Tierbefreiungsgruppen zur Beteiligung an den antikapitalistischen Mai-Aktionstagen in Frankfurt vom 16. bis 19. Mai.

Für den 16. bis 19. Mai ruft ein breites Bündnis verschiedener sozialer und politischer Bewegungen zu Aktionstagen gegen die hegemoniale Krisenpolitik in Frankfurt am Main auf. Es gibt für Initiativen und Akteure der Tierbefreiungsbewegung gute Gründe, die gegenwärtige Krisenproteste nicht an sich vorbei ziehen zu lassen. Machen wir uns keine Illusionen: Dass die Bedürfnisse von Tieren in der gegenwärtigen Gesellschaft einen Dreck gelten, ist nicht nur Folge eines vermeintlich fehlenden moralischen Bewusstseins der Bevölkerungsmehrheit. Vielmehr hat die kapitalistische Wirtschaftsweise, welche gegenwärtig mit sozialen Angriffen und Entdemokratisierungen bis aufs Messer verteidigt wird, für nicht-menschliche Individuen nicht mehr übrig, als Waren oder Produktionsmittel zu sein. Die massenhafte Gefangenhaltung von Tieren und Schlachtungen im Akkord sind die hässlichen Folgen der Inwertsetzung der Tiere. Eine tatsächliche Veränderung des durch Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnissen geprägten Mensch-Tier-Verhältnis bedarf stattdessen grundlegender gesellschaftlicher Veränderungen, die vor allem auf der der Überwindung dieser zutiefst destruktiven Ökonomie basiert!

Wenn wir einen Prozess anstoßen wollen, in dem bspw. in der Lebensmittelproduktion andere Aspekte als bloße Profitinteressen geltend gemacht werden sollen, so ist die Teilhabe aller Menschen am Prozess der Produktion und Versorgung eine notwendige Voraussetzung. Nur durch die Überwindung ökonomischer Abhängigkeitsverhältnisse und die Demokratisierung aller Lebensbereiche kann eine Grundlage geschaffen werden, um Bedürfnisse und Interessen von Menschen und auch von Tieren zu berücksichtigen. Die durch das Krisenregime beförderte autoritäre Wende in Europa ist jedoch das konkrete Gegenteil einer bewussten und freiheitlichen Gestaltung der Gesellschaft auf der Grundlage partizipativ-demokratischer Aushandlungsprozesse. Daher ist es von dringlicher Bedeutung, aktiven Widerstand zu leisten gegen die weltweiten Entsolidarisierungs- und Entdemokratisierungsprozesse und die Versuche, den Kapitalismus zu retten. Und es ist notwendig, dass wir uns die Kontrolle über zentrale Lebensbereiche wieder aneignen. Die sofortige Vergesellschaftung von Schlüsselindustrien wie der Finanzindustrie, dem Energiesektor oder der Agrarkonzerne können erste Schritte darstellen, um die blinde Zerstörungswut kapitalistischer Verwertungsinteressen zu überwinden. Derartige Veränderungen können nicht von einzelnen politischen Bewegungen allein erreicht werden. Sondern es bedarf gemeinsamer Perspektiven und einen breiten und vielfältigen Widerstand. Daher rufen wir alle Aktivist_innen und Initiativen der Tierbefreiungsbewegung auf, sich an den Aktionstagen im Mai zu beteiligen – weil Tiere keine Waren sind.

Beteiligen wir uns an der Besetzung zentraler Plätze am 17. Mai und nutzen wir die entstehenden Räume für Diskussionen über gemeinsame Perspektiven mit anderen politischen Bewegungen.

Blockieren wir die EZB und das Frankfurter Bankenviertel am 18. Mai. Setzen wir ein Zeichen der Solidarität mit allen Betroffenen des neoliberalen Krisenregimes und zeigen dass wir gewillt und im Stande sind, das herrschende Machtgefüge zu überwinden.

Gehen wir mit vielen Tausenden Menschen gemeinsam am 19. Mai bei einer internationalen Großdemonstration auf die Straße. Machen wir als Aktivist_innen der Tierbefreiungsbewegung gemeinsam deutlich, dass eine Kritik an unfreien Verhältnissen nicht an der Kritik der Ausbeutung und Beherrschung von Tieren halt machen kann.

Wenn ihr euch an den gemeinsamen Protesten beteiligen wollt, oder wenn ihr mehr Informationen erhalten möchtet, meldet euch bitte (möglichst früh) bei
Aktionstage-Frankfurt@riseup.net

Mehr Infos auch unter www.tierbefreiung-hamburg.org/frankfurt

- Tierbefreiungs-Aktionsbündnis zu den Krisenprotesten in Frankfurt

Aktionstage gegen Pelzverkauf bei Kaufhof!

Am 24. und 25.02.2012 hat die Offensive gegen die Pelzindustrie zu Aktionstagen gegen das Verkaufshaus aufgerufen, da im Sortiment der Kette Kaninchenfelle gefunden wurden. Es handelt sich hierbei nicht um eine versehentliche Fehlbestellung, denn gegenüber der Ogpi argumentiert das Unternehmen, es handele sich bei Kaninchen nicht um Pelztiere.
Die Aktivist_innen der Tierbefreiung München folgen diesem Aufruf mit einer Demo am 25.02.2012 um 14 Uhr am Münchner Marienplatz.
In zahlreichen weiteren Städten wird es außerdem Proteste geben.

Zudem gibt es folgenden Aufruf:

Aufruf zu Email- und Telefonprotesten gegen den Pelzverkauf bei Kaufhof!

Wer vom Tiermord profitiert…
Nachdem Kaufhof bereits aus dem Pelzhandel ausgestiegen waren, versuchen sie im Moment, heimlich wieder mit dem Verkauf von Kaninchenpelzen zu beginnen. Natürlich flog diese Beteiligung am Pelzhandel sofort auf und Proteste wurden angekündigt. Wir (Gruppe Datenchaos) rufen deshalb zu einer digitalen Blockadeaktion gegen Kaufhof auf. Bitte meldet euch bei Kaufhof per Email und/oder Telefon und teilt ihnen eure Meinung zum Pelzverkauf mit!

Und immer dran denken: Nett und freundlich bleiben!

Falls ihr aber zur Gruppe chronischer Choleriker gehört oder ihr so wütend seid, dass ihr immer wieder anrufen und schreiben müsst, dann macht das lieber nicht von zu Hause aus… Und da die Telephonist*innen keine Verantwortung für die Firmenpolitik haben, lasst euch durchstellen zu den Geschäftsführer*innen Lovro Mandac, Ulrich Köster, Claudia Reinery und Thomas Storck!

Kontaktdatzen zu Kaufhof:

Telefon: 0049/221/2 23-0
Telefon2: 0049/221/2 23-24 88
Telefax: 0049/221/2 23-28 00

service@galeria-kaufhof.de, info@galeria-kaufhof.de, service.210@kaufhof.de, Moritz.Gamon@kaufhof.de, jobs@kaufhof.de, Helga.Mertz@kaufhof.de, Affiliate.Galeria-Kaufhof.de@lbi.com, service010@kaufhof.de, presse@kaufhof.de, reimund.baumheier@kaufhof.de, geschenkservice.019@kaufhof.de, galeria@newsletter-kaufhof.de,
Stefan.Abrell@kaufhof.de, fb@kaufhof.de, Marion.Most@kaufhof.de, Stefanie.Grueter@kaufhof.de, Carina.Plato@kaufhof.de, Sylvia.Cervero@kaufhof.de, Datenschutzbeauftragter@kaufhof.de,

Wer vom Tiermord profitiert, dem sei die Pleite garantiert!“

Justitia verurteilt!

++++++++Urteil nach Soliaktion zum einjährigen Jubiläum des Prozesses gegen die Aktivist_innen in Österreich beim österreichischen Konsulat in München+++++++++

Um auf den österreichischen Prozess erneut auch in der BRD aufmerksam zu machen, machten sich zwei Aktivist_innen auf den Weg zum Konsulat in der Ismaninger Straße.
Dort angekommen, bat eineR der Aktivist_innen als Justitia verkleidet um Einlass. Dieser wurde ihr jedoch verwehrt, sodass sie im Vorraum zum Konsulat immer wieder rief, dass die Gerechtigkeit dringend zurück nach Österreich müsse.
Schlussendlich wurde die Gerechtigkeit jedoch samt ihrer Begleitung von der Polizei verhaftet…
Beim Gerichtsverfahren wurde sie schließlich wegen Hausfriedensbruch verurteilt.

3 Monate Freiheitsstrafe ausgesetzt zu 2 Jahren Bewährung + Geldstrafe 150 EUR + Gerichtskosten. Die/ der andere Aktivist_in wurde nach Jugendstrafrecht wegen Beihilfe zum Hausfriedensbruch verurteilt, was heißt, dass ein Wochenende in Jugendarrest verbracht werden muss.
Die Begründung stützte sich vor allem darauf, dass es bereits ein Jahr davor zu einer Besetzung des Konsulats gekommen war und beide Aktivist_innen mit ähnlichen Tatbeständen vorbelastet seien.
Berufung wurde im Falle der Bewährungsstrafe eingelegt. Im Fall des Jugendarrestes ist eine Berufung gesetzlich nicht möglich.

Interview: Geflügelmast und deren Auswirkungen auf Tier, Mensch und Umwelt

Dieses Telefoninterview mit dem ehemaligen Veterinäramtsleiter Dr. Hermann Focke wurde am 01.12.2011 beim nichtkommerziellen Münchener Lokalradio “LORA” ausgestrahlt.

Dr. Hermann Focke ist Experte auf dem Gebiet der Geflügelmast. Der ehemalige Veterinäramtsleiter und Autor mehrerer Bücher darunter „Die Natur schlägt zurück – Antibiotikamissbrauch in der intensiven Nutztierhaltung und Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt“ ist einer der kompetentesten Kritiker agrarindustrieller Tierfabriken und erhielt 1994 den „Tierschutz-Forschungspreis“ der Freien Universität Berlin , 1995 den „Zivilcourage-Preis“ der Solbach-Freise-Stiftung und im Oktober 2011 den Tierschutzpreis 2011 der Hans-Rönn-Stiftung Menschen für Tiere.

Herr Dr. Focke, vielen Dank, dass sie sich die Zeit genommen haben, uns ein paar Fragen zu unserem heutigen Thema: Geflügelmast und deren Auswirkungen auf Tier, Mensch und Umwelt zu beantworten.

Frage 1: In §11b des deutschen Tierschutzgesetzes heißt es inhaltsgemäß: „es ist verboten, Wirbeltiere zu züchten oder durch bio- oder gentechnische Maßnahmen zu verändern, wenn hierdurch bei diesen Tieren oder bei deren Nachkommen Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten“. In Deutschland werden 99% der Masthühner in Fabrikställen gehalten. Hier werden hochgezüchtete Mastrassen mit speziellem Futter innerhalb von 33 Tagen auf ein Gewicht von 1,5 kg gemästet. Können sie uns einmal schildern, was das für diese Tiere bedeutet?

Antwort Dr. Focke: Das heißt in der Praxis, dass die Masthühner in riesigen Hallen mit bis zu 40.000 Tieren und einer Besatzdichte von 24 und mehr Tieren pro m2 eingepfercht sind. Dies bedeutet, dass den einzelnen Tieren besonders am Ende der Mast ein derart geringes Platzangebot zur Verfügung steht, dass das Bewegungsbedürfnis der Masthühner weitgehend aufgehoben wird. Da diese zunehmend auf den eigenen Exkrementen positioniert sind, kommt es besonders in der zweiten Hälfte eines jeden Mastdurchganges in einem hohen Prozentsatz auf Grund des oft feuchten Untergrunds zu so genannten Sohlenballenentzündungen bis hin zu Verätzungen, die bei den Tieren zu lang anhaltenden Schmerzen führen. Auf Grund der Züchtung auf hohe Mastleistung entwickelt sich beim Heranwachsen der Tiere ein Missverhältnis zwischen den täglichen Zunahmen am Muskelfleischanteil und einer nicht entsprechenden Stabilisierung des juvenilen Skeletts. Auf Grund dessen und der auf ein Minimum eingeschränkten Bewegungsbeeinträchtigung kommt es häufig zu Beinschäden, was dazu führt, dass die Masthühner auf dem meist durchfeuchteten Untergrund liegen, was wiederum bei zahlreichen Tieren zu stark schmerzhaften Entzündungen im Bereich der Brustmuskulatur führt, den so genannten Brustblasen. In der intensiven agrarindustriellen Geflügelmast haben wir es besonders bei Masthühnern und Puten mit Zuchtprodukten zu tun, die von Dr. Sabine Petermann vom niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) bereits seit 2005 in entsprechenden Gutachten und wissenschaftlichen Veröffentlichungen folgender Maßen beschrieben und beurteilt worden sind: Ich zitiere inhaltsgemäß: „Es handelt sich um Kreaturen mit dem Skelett eines Babys und mit dem Gewicht eines Sumu-Ringers.“

Zwischenfrage: Also handelt es sich ja offensichtlich um eine „Qualzucht“, die mit dem §11b des Tierschutzgesetzes ja eigentlich nicht vereinbar ist, oder wie sehen Sie das?

Antwort Dr. Focke: Sie sehen dies völlig richtig. Jedoch der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft stellt diese Tatsache bis heute vehement in Abrede.

Frage 2: Wie häufig finden in den Tierställen unangekündigte Kontrollen statt, die den Zustand der Tiere und den Umgang mit den Tieren überprüfen?

Antwort Dr. Focke: Grundsätzlich erfolgt beim Geflügel 1-3 Tage vor Mastende in den Betrieben eine so genannte Lebendbeschau durch das zuständige Veterinäramt zur Freigabe für die bevorstehende Schlachtung. Darüber hinaus finden nach meiner Kenntnis bisher nur bedingt Betriebskontrollen statt, die offensichtlich nicht ausreichen. Entsprechende Daten sind meines Wissens bisher der Öffentlichkeit niemals bekannt gemacht worden.

Zwischenfrage: Haben in diesem System Veterinäre überhaupt die Chance Missstände aufzuzeigen, oder stehen sie eher in einem Abhängigkeitsverhältnis?

Antwort Dr. Focke: Ganz offensichtlich bestehen Abhängigkeiten zwischen Amtsveterinären und in der Nutztierhaltung tätigen Tierärzten auf der einen Seite und der Agrar- und Pharmaindustrie sowie Politik und Ministerialbürokratie andererseits. Professor Wolfgang Witte vom Robert-Koch- Institut Wernigerode sagte mir vor einiger Zeit. Ich zitiere: „Nicht nur die Tiere werden krank, das ganze System ist krank.“

Frage 3: Die Firma Wiesenhof wirbt ja gerade mit einer tierfreundlicheren Methode der Massentierhaltung (Süddeutsche Zeitung Nr. 227, 1-3.10-2011, Report S. 38). Diese Methode wird gerade auf einem Hof im bayrischen Velden getestet. Hier wird die Hühnerrasse Sasso in der Massenhaltung eingesetzt. Können denn Massentierhaltung und tierfreundliche Methoden überhaupt zusammenpassen, oder ist es ein Versuch von Wiesenhof, die Geflügelbranche nach den ganzen Skandalen wieder in ein besseres Licht zu rücken? Wie schätzen sie als Geflügelexperte und Tierarzt diese neue Richtung von Wiesenhof ein?

Antwort Dr. Focke: In einem Interview in der Welt am Sonntag vor etwa zwei Jahren erklärte der Chef von Wiesenhof, Herr Paul-Heinz Wessjohann, man habe einen Stall mit einer Kapazität von 10.000 Masthühnern unter alternativen Haltungsbedingungen eingerichtet; die hier gemästeten Hähnchen seien wegen des höheren Verbraucherpreises nicht zu vermarkten gewesen. Die von Wiesenhof angekündigten Maßnahmen unter der Bezeichnung „Privathof-Geflügel“ dienen daher meines Erachtens vor allem primär der PR und der Imageverbesserung. Das von Wiesenhof verwendete Label „geprüfter Tierschutzstandart“ bedeutet nach Ansicht eines der führenden Tierrechtsexperten „nicht mehr und nicht weniger als wenn man auf der Rückscheibe seines PKW einen Zettel klebt mit der Aufschrift: Ich halte mich streng an die Straßenverkehrsordnung.“

Frage 4: Eine neue Studie der Universität Utrecht von Prof. Dick Heederick hat herausgefunden, dass gegen Antibiotika resistente Bakterienstämme, so genannte MRSA-Krankenhauskeime, also Methicillin-resistente Staphylokokken, auch im Umkreis von 1 km Entfernung von Großmastanlagen in der Außenluft auftreten. Was bedeutet diese neue wissenschaftliche Beobachtung letztendlich für das Gefährdungspotenzial durch solche resistenten Bakterienstämme ?

Antwort Dr. Focke: Nicht nur die Studie von Professor Heederick ist hier zu nennen, sondern seit einer Reihe von Jahren sind zahlreiche Ergebnisse wissenschaftlicher Studien bekannt, in denen nicht nur Erreger der MRSA, sondern auch weitere Krankheitserreger für Mensch und Tier in der Umgebung agrarindustrieller Nutztierbeständen nachgewiesen worden sind wie beispielsweise Salmonellen, Klebsiellen, Pneumokokken, Coli-Keime und viele andere mehr. Besonders problematisch wird es, wenn die Mastställe in der Nähe von Wohnbebauungen angesiedelt sind. Die in der Tiermast ins Besondere als Mastbeschleuniger illegal eingesetzten Antibiotika verursachen bei den zu bekämpfenden bakteriellen Infektionserregern auf Dauer Resistenzen gegen die verabreichten Medikamente.

Zum Problem für die menschliche Gesundheit wird es, wenn es sich bei den in den Mastställen und in deren Umgebung verbreiteten Infektions-erregern um Zoonosen handelt; das heißt, dass diese Keime nicht nur beim Tier sondern auch beim Menschen krankmachend sind. Diese Erreger gelangen durch aktive oder passive Übertragung – sprich Mäster, Farmarbeiter, Tierärzte und evtl. auch durch Anwohner aus der unmittelbaren Nachbarschaft in Krankenhäuser und Klinische Einrichtungen, wo sie sich dann häufig trotz umfangreicher Hygienemaßnahmen festsetzen und verbreiten.

Diese Hospitalkeime, auch nosokomilale Keime genannt, werden zu einer immer größeren Bedrohung für die Volksgesundheit. Denn die vornehmlich durch Arzneimittelmissbrauch erworbenen Resistenzen vieler bakterieller Infektionserreger schränken den Therapieerfolg bei zahlreichen Erkrankungen immer mehr ein bis hin zur MRSA, wo dann praktisch nichts mehr geht. Nach Feststellungen des Statistischen Bundesamtes und entsprechenden Erhebungen und klinischen Studien werden jährlich von ca. 14 Millionen Insassen deutscher Krankenhäuser und Kliniken fast eine Million Patienten durch nosokomiale Keime infiziert. Die Angaben in der wissenschaftlichen Literatur über entsprechende Mortalitätsraten sind uneinheitlich und schwanken zwischen 15.000 und 4o.ooo Todesfällen pro Jahr.

Frage 5: Welche weiteren Umweltfolgen gehen von der Tierhaltung aus?

Antwort Dr. Focke: Ca. 80% der den Tieren verabreichten Antibiotika bzw. deren Abbauprodukte gelangen über Kot und Harn als Gülle oder Geflügelkot auf landwirtschaftlich genutzte Flächen und von hier ins Oberflächen- und Grundwasser; in manchen Regionen ist bereits das Trinkwasser gefährdet. Somit führt die Entsorgung tierischer Abfälle zunehmend zu erheblichen Umweltbelastungen.

Frage 6: In wie weit müssen deutsche Geflügelkonzerne wie z.B. Wiesenhof und die PHW-Gruppe oder auch Rothkötter Auskunft über den Einsatz von Antibiotika während der Mastperiode geben? Inwiefern stellen die existierenden Antibiotika-Leitlinien einen Schutz vor Medikamentenmissbrauch in der Massentierhaltung dar?

Antwort Dr. Focke: Jede Anwendung von Antibiotika beim Tier muss vom behandelnden Tierarzt korrekt dokumentiert werden. Es dürfte im Zeitalter des Internet daher technisch kein Problem sein, diese Daten für die gesamte Bundesrepublik zusammen zu führen, um einen genauen Überblick über die Antibiotika-Anwendungsmengen zu gewinnen. Von dieser Möglichkeit ist aber bisher kaum Gebrauch gemacht worden. Die Ergebnisse der mengenmäßigen Erfassung der korrekten und vor allem der illegalen Anwendung dieser stark wirksamen Medikamente ist eines der größten Geheimnisse der Bundesrepublik Deutschland und wird von der Politik in inniger Umarmung mit der Lobby der beteiligten Wirtschaftsverbände weitgehend unter dem Teppich gehalten.

Erst in jüngster Zeit kommt auf Grund öffentlichen Drucks, einer für diese Fragen sensibler gewordener Bevölkerung und vor allem von Seiten ständig wachsender Bürgerinitiativen allmählich ein wenig Licht in das ganze Geschehen. Vor einigen Wochen veröffentlichte der NRW-Verbraucherschutz- Minister Johannes Remmel erste Ergebnisse einer von ihm veranlassten Studie aus Nordrhein-Westfalen. Demnach waren in 83% der untersuchten Mastdurchgänge mikrobiell wirksame Mittel an Geflügel verabreicht worden. Ich habe darauf hin in mehreren Statements öffentlich verlauten lassen, dass nach meinen eigenen Erkenntnissen und Recherchen als ehemaliger Veterinäramtsleiter in Südoldenburg, der Region mit der größten Nutztierdichte Europas die von Minister Remmel genannten ersten offiziellen Zahlen jedoch nur die Spitze des Eisbergs sein dürften. Denn nach jahrelanger Beschäftigung mit dem Thema habe ich 2010 in meinem Buch „Die Natur schlägt zurück – Antibiotikamissbrauch in der intensiven Nutztierhaltung und Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt“ an Hand zahlreicher Beispiele und Daten die tatsächliche Situation und deren Hintergründe dokumentiert.

Minister Remmel musste dann auch nachkarten und erklärte dann am 15.11.2011: Ich zitiere: „Wir haben ein massives Antibiotika-Problem in der Massentierhaltung“ und ergänzte seine ursprüngliche Einlassung dahingehend, dass „96,4% der Tiere aus den untersuchten NRW-Betrieben mit Antibiotika behandelt wurden, lediglich bei weniger als 4 Prozent der Masthähnchen kam kein Wirkstoff zum Einsatz“. Bei den knapp 4% dürfte es sich vornehmlich um Tiere aus alternativer Haltung gehandelt haben.

Nach den ersten Verlautbarungen aus NRW musste dann auch der Nds. Landwirtschaftsminister Gert Lindemann im Plenum des niedersächsischen Landtages die Karten auf den Tisch legen und erklärte am 10.11.2011, „dass nach Recherchen seines Ministeriums und der Tierärztlichen Hochschule Hannover in 82 Masthühnerbetrieben mit 482 Mastdurchgängen in ca. 73% der Durchgänge bis zu drei Wirkstoffe und in 27% bis zu acht Wirkstoffe in der ungefähr 35 Tage dauernden Mastzeit eingesetzt wurden.“ Kurze Anmerkung dazu: Und dies wusste man in den Ministerien schon seit Jahren, aber die Verbraucher wurden über diese in zunehmenden Maße die Volksgesundheit gefährdende Situation im Dunkeln gelassen.

Zur Frage der Effizienz der Antibiotikaleitlinien der Bundestierärztekammer ist folgendes zu sagen: Ob diese Leitlinien rechtsverbindlich sind, darüber streiten sich die Juristen. Dass den Leitlinien in der agrarindustriellen Nutztierhaltung in weiten Teilen nur unzureichend entsprochen wird, belegen die genannten jüngsten Verlautbarungen aus NRW und Niedersachsen.

Frage 7: Seit mehr als 30 Jahren macht sich der Trend bemerkbar, dass immer mehr landwirtschaftliche Familienbetriebe sich immer mehr dazu gezwungen sehen, sich als Lohn- oder Vertragsmäster zu verdingen. Was bedeutet das im Umkehrschluss für die/den LandwirtIn, wenn er/sie z.B. mit Wiesenhof oder Rothkötter eine Vertragsmast abschließt?

Antwort Dr. Focke: Das heißt, dass der einzelne Landwirt als Vertragsmäster in seinem Verhalten weitgehend an die Vorgaben seiner agrarindustriellen Vertragspartner gebunden ist und oft nicht mehr eigenständig entscheiden kann. Er stellt seinen Stall, seine Äcker und seine Arbeitskraft zur Verfügung und ist oft nur noch Knecht auf dem eigenen Hof.

Frage 8: Von der Agrarlobby und der Fleischindustrie wird häufig das Argument angeführt, der Bau von Tierfabriken sei notwendig, um die Ernährung der Bevölkerung zu sichern und um auf dem Weltmarkt zu bestehen. Welche Meinung vertreten Sie als Experte hierzu?

Antwort Dr. Focke: Dies ist m. E. unter anderen eine der Nebelkerzen von Seiten der Agrar- und Pharmaindustrie. Tatsache ist folgende. In einer Reihe von Ländern der EU erfolgt eine Überproduktion. Diese Überschüsse werden bei Export nach außerhalb der Europäischen Gemeinschaft von der EU aus dem Brüsseler Agrartopf subventioniert und die Erzeugnisse werden dann zu Dumpingpreisen u. a. in Länder der Dritten Welt verramscht mit der Folge, dass viele der dort ansässigen Bauern in ihrer Existenz massiv geschädigt werden, weil sie nicht mehr gegen die EU-subventionierten Preise ankommen können. Bereits Mitte der 90iger Jahre hat mir in Beirut der stellvertretende libanesische Landwirtschaftsminister im Zusammenhang mit EU-Drittland – Schlachtrindertransporten nach Nordafrika und in den Nahen Osten wörtlich gesagt: „Wir bekommen den ganzen Schrott der EU und unsere Bauern und landwirtschaftlichen Betriebe gehen dabei kaputt.“ Ich bezeichne das als Neokolonialismus.

Frage 9: In Ihrem Buch „Tierschutz in Deutschland – Etikettenschwindel ?!“ schreiben Sie: „Der Markt bestimmt, Politiker reden, Ministerialbürokratie und kommunale Verwaltung verhalten sich angepasst und Schöpfung wie Gesellschaft sind ihnen ausgeliefert.“ Erfreulicherweise bildet sich immer mehr Widerstand gegen Neubauten von Hühnermastanlagen in Form von Bürgerinitiativen. Welche Möglichkeiten haben wir BürgerInnen uns gegen die Machenschaften der Fleischindustrie zur Wehr zu setzen? Und können wir erfolgreich dabei sein?

Antwort Dr. Focke: Ich möchte hier vor allem drei Punkte nennen, die sich gegenseitig beeinflussen:

1. Verstärkte Verbraucheraufklärung.

2. Verstärkte politische Einflussnahme von Verbänden und jedes demokratisch gesinnten Bürgers. Wenn die regierenden Politiker und Parteien merken, dass ihnen die Wähler weglaufen, erst dann sind sie bereit, umzuschwenken und sich den Forderungen der Wirtschaftslobby zu entziehen.

3. Wie zahlreiche Mitbürger und Verbände fordere ich seit Jahren eine Änderung der Lebensmittelkennzeichnungsordnung dahin gehend, dass bei Lebensmitteln tierischer Herkunft die Kennzeichnung ausweist, ob die Lebensmittel von Tieren aus artgerechter oder nicht artgerechter Haltung stammen.

Zusammenfassend möchte ich daher abschließend sagen: Wir alle, Verbraucher und demokratisch gesinnte Bürger, haben es in der Hand.
Es gibt keinen Erkenntnismangel, es gibt ein Handlungsdefizit.

Ein weiteres Interview zum Thema Medikamentenmissbrauch und Abhängigkeitsverhältnissen zwischen Veterinären und Pharma- und Agrarindustrie gibt es unter

Hier wirft der frühere Vizepräsident der bayerischen Landestierärztekammer Rupert Ebner Großmästern und auch Tierärzten massiven Medikamentenmissbrauch vor. Auf diese Weise werde eine Tierhaltung ermöglicht, die ohne den Einsatz etwa von Schmerzmitteln gar nicht denkbar wäre

Verfahren wg. Sachbeschädigung bei Escada beendet!

Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt – kein ausreichender Tatverdacht!

Wie bereits berichtet, kam es am 19.01. diesen Jahres zu drei Hausdurchuchungen in München. Den betroffenen Tierrechtsaktivist_innen wurde vorgeworfen, die Hauptzentrale der Escada AG (ehemaliges Ziel der Antipelzkampagne) mit Kunstblut und Kreide „beschädigt“ zu haben. Vor gut zwei Monaten erreichten die Aktivist_innen die Anklageschriften: Sachbeschädigung. Nun kam die erstaunliche Wende in diesem Verfahren. Die Richterin am Amtsgericht München hat die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt, die Tierrechtler_innen seien nicht hinreichend tatverdächtig. Somit haben diverse Richter in diesem einen Verfahren unterschiedlich geurteilt – ein schönes Beispiel für die Willkür der Justiz! Auf eine Beschwerde gegen die Hausdurchsuchung reagierte das Landgericht München bei einer_m Angeschuldigten mit der Bestätigung der Rechtswidrigkeit dieser Durchsuchung. Der Grund dafür: die Durchsuchung sei unverhältnismäßig wegen des geringen Schadens der Straftat (geschätzt 100€) und der geringen zu erwartenden Strafe. Das gleiche Gericht – aber andere Richter – entschieden bei einer_m anderen Angeschuldigten gegenteilig. Trotz des niedrigen Schadens und der geringen Straferwartung sei die Durchsuchung rechtmäßig. Das Amtsgericht München hat nun zudem noch erkannt, dass nicht nur die angewandten Repressionen unverhältnismäßig waren, sondern auch der Tatverdacht nicht ausreichend vorhanden sei. Es gibt keine Aussagen der Angeschuldigten, keine Zeugen, die diese identifizieren könnten, kein aussagekräftiges Videomaterial. Lediglich der ermittelnde Beamte möchte zwei der Beschuldigten anhand des Videos an ihrer „Gestalt“ und ihren „Bewegungsformen“ erkannt haben. Für die Angeklagten heißt dieser Entschluss jetzt hoffentlich, dass ihnen eine Entschädigung für die beschlagnahmten Computer gezahlt wird und die Staatskasse ihre Anwaltskosten begleicht..

Anklageschriften sind da!!

Die von der Hausdurchsuchung betroffenen Aktivist_innen haben die Anklageschriften bekommen. Sie sollen vor der Escada-Hauptzentrale mit Kreide geschrieben haben und hätten dabei Kunstblut verschüttet. Der Vorwurf lautet jetzt – Sachbeschädigung in Mittäterschaft!

Landwirte räumen gewaltsam die Besetzung Teplingen

Firmentor der Baufirma für Anlage in Teplingen am 02.07.2011 blockiert!

Vorangegangen war dieser Aktion ein Angriff auf die Besetzung des Bauplatzes einer geplanten Zuliefereranlage für den Schlachthof in Wietze am 27.06.2011.

Bei diesen Geschehnissen wurde von den Agrarindustriellen billigend in Kauf genommen, dass Menschen ernsthaft verletzt- ja sogar zu Tode hätten kommen können.

Infos von den Besetzer_innen mit Fotos: http://stopteplingen.blogsport.de/

In der offiziellen Presse liest es sich wie so oft, anders bzw. wird es anders dargestellt:

http://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article1939819/Bauern-vertreiben-Tierschuetzer-mit-Traktoren.html

http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/mastanlagen113.html

Die Besetzer_innen haben unlängst um Unterstützung gebeten- in Form von Soliaktionen und mit dem Öffentlichmachen und Verbreiten der Geschehnisse.

Das Anliegen der Besetzer-innen, nämlich das Skandalisieren und letzlich das Verhindern der Tierausbeutung in derartiger Dimension und in all ihren anderen Ausprägungen ist nicht nur legitim- sondern unbedingt notwendig!

Diejenigen, die die Entscheidung getroffen haben, Menschen zu kriminalisieren, wegzusperren, zu verletzen, um ihren Widerstand zu brechen und Tiere zu verletzen, gefangen zu halten, zu vernutzen, auszubeuten und zu töten, können nicht unbehelligt bleiben! Es liegt an uns allen, sie in die Verantwortung zu nehmen, darüber zu berichten und Widerstand zu leisten!

Die Tierausbeuter_innenlobby hat beim brutalen Angrff auf die Besetzung auf dem Feld in Teplingen unverfälscht ihre gängige Praxis präsentiert.

Um dem möglichen Nachspiel zu entgehen, rudern sie nun aufgeregt zurück und wehren alle Anschuldigungen von sich.

Machen wir es ihnen nicht so einfach!

Nutzen wir die Gelegenheit, auch die Verantwortlichen wissen zu lassen, dass sich eine große Anzahl von Menschen über die Vorfälle empört.

Lasst uns deutlich machen, dass

- der Schlachthof in Wietze und alle Zuliefererbetriebe inklusive dem von Wilfried Greve in Teplingen niemals geduldet werden!

- dass die Gewalt gegen die Besetzer_innen von den Bauern ausgegangen ist und täglich in den Tierausbeutungsanlagen hinter verschlossenen Türen in unerträglichem Ausmaß fortgeführt wird!

UND

- dass sich Behörden und Polizei ein weiteres Mal als willfährige Helfer_innen und Vollstrecker_innen im Kampf gegen unseren Widerstand entlarvt haben.

- dass dieses Vorgehen in keinster Weise hinnehmbar ist und wir alles dafür tun, dass die Öffentlichkeit die Wahrheit über die Gewalt der Bauern in Teplingen auf dem Feld und in ihren und allen anderen Anlagen erfährt!

Bitte formuliert mails an die Verantwortlichen, nutzt Pressekontakte!
Hier sind Kontaktadressen von Bauernverband, dem Landwirt, der Gemeinde, der Polizeidirektion und dem Ministerium Niedersachsen

Bauernverband Lüchow:
luechow@bvnon.de

http://www.landvolk-uelzen.de/

Bauherr der Anlage:
Wilfried Greve, Telefonnummer: (05843) 986697
Telefaxnummer: (05843) 986696

Kontaktmöglichkeit Minister Niedersachsen:
http://www.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=6803&article_id=20077&_psmand=1000#

Landratsamt Wüchow- Dannenberg:
info@luechow-dannenberg.de

Bürgermeister Wustrow:
stadt@wustrow.de

Kontakt zur Polizei:
poststelle@pd-lg.polizei.niedersachsen.de
pressestelle@pd-lg.polizei.niedersachsen.de

Solidarität für die Besetzer_innen von Teplingen!

12 Aktivist_innen in Spanien verhaftet

Am Morgen des 22.06.2011 wurden nach Hausdurchsuchungen 12 Aktivist_innen in Spanien verhaftet. Vorgeworfen werden ihnen Sachbeschädigungen und Tierbefreiungen, konstruiert wurde auch in diesem Fall eine sog. kriminelle Vereinigung:
Infos global zur Anwendung von Organisationsparagrafen
mehr Infos zu diesem Fall --> HIER
-->UND HIER.
Ebenso wie in Österreich wurden die Menschen von vermummten und schwerbewaffneten Polizeieinheiten in ihren Wohnungen aufgesucht. Sie befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Vorgeworfen werden ihnen „Verbrechen gegen die Umwelt“, da die Verhaftungen im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen der Befreiung von 20 000 Nerzen stehen, die Bildung einer kriminellen Vereinigung (ähnlich wie in Fällen in Österreich, Holland, USA und weiteren) und „Stiftung öffentlicher Unruhe“.

Die Befreiungen können nach Angaben der betroffenen beiden Tierrechtsorganisationen keinen konkreten Personen zugeordnet werden.
Der spanische Repressionsapparat versucht nun mit der Anwendung des Organisationsparagrafen, die spanische Tierrechtsszene mit diesem massiven Angriff zu kriminalisieren und setzt damit die Repressionswelle gegen die globale Tierrechtsbewegung mit unverschleiertem Totalitätsanspruch fort.
Überall wo hegemoniale Praxis gesellschaftlich in Frage gestellt wird, droht Repression. Wir beantworten sie mit unserer Solidarität- für die Betroffenen in Spanien, überhaupt für alle von Repression betroffenen und mit unserem uneingeschränkten Kampf für die Befreiung von Mensch und Tier!
Solidaritätsdemos gab es überall auf der Welt am 24.06.2011- dem Aktionstag für die Betroffenen.
So auch in München, Hamburg, Stuttgart, Berlin, in Wien, Prag, Zagreb, Santiago de Chile, Toronto, Tel Aviv, Rom und vielen weiteren Städten.

Freispruch für alle Angeklagten

Heute morgen sind alle 13 Angeklagten im Prozess in Wiener Neustadt in allen Anklagepunkten freigesprochen worden!

Mehr dazu findet ihr hier: http://www.antirep2008.tk/

Aktuelles nach den Hausdurchsuchungen in München

Am 19.01.2011 wurden Datenträger und Aktionsmaterial von Tierbefreiungsaktivist_innen aus deren Wohnungen von der Polizei „zur Beweissicherung“ mitgenommen. Als Vorwand musste eine Malaktion mit Straßenkreide und Kunstblut im Rahmen der Escadakampagne herhalten, die im Internet auf youtube veröffentlicht wurde.

Bei allen betroffenen Aktivist_innen wurden alle Speichermedien zurückgegeben. Ausnahme: eine Festplatte. Bei einer der Hausdurchsuchungen wurde vom Landgericht der Beschwerde gegen die Durchsuchung stattgegeben. Das Gericht befand die Durchsuchung für unverhältnismäßig, im anderen Fall kam das Gericht zu dem Ergebnis, dass die Durchsuchung rechtmäßig gewesen sei.
Bisher gibt es noch keinen Verhandlungstermin wegen der oben erwähnten „Sachbeschädigung“, die zu den Hausdurchsuchungen geführt hatte.



Referer der letzten 24 Stunden:
  1. google.com (3)